Das Prototyping ist eins der Kernelemente eines jeden Design Thinking Prozesses. Ob die entwickelte Idee funktioniert oder ob ich etwas wichtiges übersehen habe erfahre ich genau denn mein Prototyp ausprobiert und getestet wird. Mein Prototyp wird vom Nutzer in Augenschein genommen und auf Herz und Nieren geprüft. Fehler erkannt und überflüssige oder hinderliche Aspekte identifiziert. Das Prototyping.

Prototyping – Spaß gehört dazu

Erlebbar und anfassbar, das sollte jeder Prototyp sein. Die Lösungskonzepte die in der Iteration erstellt und erdacht wurden werden dem Nutzer vorgestellt und einer Prüfung unterzogen. Wie der Prototyp aussehen soll? Dem sind keine Grenzen gesetzt. Jeder von uns baut oder bastelt gerne. Wichtig ist die Funktion und die Arbeitsweise die wir testen wollen, sollte effektiv dargestellt werden können damit die Tests auch sinnvolle Ergebnisse liefern mit denen wir weiterarbeiten können.

Was zum Anfassen

Prototypen haben die tolle Eigenschaft, man kann sie greifen. Das sie in den meisten Fällen selbsterklärend sind und keinerlei Instruktion bedürfen. So sollte es zumindest sein wenn ich diese dem Nutzer vorstellen möchte. Wir bringen den Nutzer in die Situation mal etwas vollkommen neues und unbekanntes zu erleben ohne das wir im vornherein darauf Einfluss nehmen. Sozusagen packt der Nutzer das neue Produkt zuhause aus und teilt uns seine Gedanken mit. Ich lasse ihn probieren und spielen während ich alles beobachte und meine Notizen mache.

Wie fange ich an

Am Ende der Ideation oder Ideen Generieren Phase habe ich meine besten Lösungsvorschläge vor mir liegen und entschieden welchen davon ich jetzt in einem Anwendertest weiterverarbeiten möchte. Nun müssen wir uns Gedanken darum machen wie wir das machen wollen. Was wollen wir eigentlich testen und wie machen wir das? Wollen wir nur eine bestimmte Funktion testen oder soll es doch ein gesamtes Produkt sein?
Wenn ich diese Frage beantwortet habe muss ich mir Gedanken darum machen wie ich das machen möchte. Welche Art von Prototyp soll es werden. Gezeichnet, ein Papier Prototyp, will ich etwas basteln?

Wichtig ist das hier nicht unendlich viel Zeit investiert wird. Man sollte sich ein zeitliches Limit setzen wann der Prototyp fertig sein soll. Er sollte auf das reduziert werden was notwendig ist um meine Frage zu beantworten. Wenn ich einen Papierprototypen zu einer App habe, dann reicht es das SmartPhone auf dem es läuft nur anzudeuten. Ob dies sehr detailliert und schöne aussieht ist nicht relevant für den Test. Kann also vernachlässigt werden. Beschränkt euch auf das was notwendig ist. Auf das wesentliche.

Kritzeln, Schneiden, Kleben, Basteln

Jetzt geht es los, wir wissen was wir testen wollen und wie unser Prototyp aussehen soll. Dann wird jetzt gebaut. Wie bereits gesagt ist es durchaus sinnvoll den zeitlichen Rahmen zu limitieren um sich auch beim Bauen weiterhin auf das wesentliche zu konzentrieren.

Jetzt liegt es ganz an euch. Den Ideen und Möglichkeiten sind hier keine Grenzen gesetzt. Der Prototyp kann aus allem gebaut werden was ihr zur Verfügung habt. Papier, Pappe, Bausteinen, kleinen Boxen und Behältern. Alles was da ist. Ihr könnt es bemalen oder beschriften.
Lasst eurer Phantasie da freien lauf und deutet auch Sachen gerne mal an.

Am Ende steht ihr mit einem schönen Prototypen da und seit bereit für das Testen mit dem Anwender.

Prototypen für besondere Fälle

Natürlich gibt es auch besondere Prototypen mit denen ich besondere Fälle betrachten möchte. Ich denke viele haben schon mal von einem Back Horse Prototypen gehört. Welche Idee ist unser Geheimtipp und etwas wirklich besonderes. Oder ein Prototyp der mal etwas völlig neues darstellt und unser Statement auf eine ganz andere Art beantwortet.

Ich habe die ein paar Typen in einem extra Artikel vorgestellt den ich hier gerne referenzieren möchte

Starkes Prototyping im Design Thinking Prozess

Das tolle an einem Prototypen das man echte Feedback durch eine sogenannte “Hands on” situation bekommen kann. Der Anwender hat die Gelegenheit eine Idee anzufassen und auszuprobieren so das wir alle Sinne mit dem Prototypen ansprechen können. Man kann ihn sehen, vielleicht sagen wir auch etwas zu den Funktionen und der Anwender kann den Prototypen fühlen. Eine Ideale Situation für einen Test. Die so erhaltenen Ergebnisse geben uns ein gutes Bild von dem wie unser Lösungsvorschlag beim Anwender ankommt.

Veranstaltungen zum Usability Testing

Immer mehr entstehen sogenannte Usability Testing Veranstaltungen bei der Tester und Hersteller zusammenkommen und ihr Prototypen mit echten Testern ausprobieren lassen. Echte Feedbacks und Verbesserungsvorschläge erarbeiten, welches einen unschätzbaren Wert für die Hersteller hat. So können sie früh und schnell die Funktionalität überprüfen und Fehler erkennen und beheben.

Als Beispiel möchte ich hier das Usability Testessen nennen. Eine tolle Veranstaltung für Usability Testing auf der genau dies, die Stärke der Prototypen zum Einsatz kommt.

Webseite des Usability Testessen www.usability-testessen.org

Es ist toll wenn man die Gelegenheit bekommt es mal selbst auszuprobieren. Man ist sicher schnell von der Wirkung und dem Gewinn mit einem Prototypen überzeugt. Schaut euch um und nehmt doch gerne mal auf einem test teil.

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