Ein Raum hat in den meisten Fällen vier ecken. In den meisten Fällen ist das zutreffend. Kann dies auch für eine Methode im Design Prozess genutzt werden. Ja kann es!

Die Vier Ecken oder auch der Vier Ecken Rundgang

Eine Methode um Gedanken und Ideen zu einem Thema zu sammeln und zu entwickeln. Dabei nutzen wir im wahrsten Sinne in die Vier Ecken des Raumes. Eine sehr einfache aber auch sehr produktive Methode. Do worum geht es jetzt genau? Was haben wir vor?

Methode:

Wir brauchen einen passenden Raum in dem Unser Design Team sich ohne Probleme bewegen und Arbeiten kann. Vier Ecken sind natürlich notwendig. Dann benötigen wir ein Thema oder eine Problemstellung die wir bearbeiten wollen. Aus dieser nehmen wir die vier entscheidenden Stichworte heraus und schreiben sie auf vier Blatt Papier. Welche im Anschluss in den vier Ecken platziert werden.

Nun geht es an die Arbeit. Das Design Team fängt nun an die Ecken abzuarbeiten. Der Erste Teilnehmer geht in die erste Ecke list das Wort und schreibt auf eine Karte das erste Wort was ihm dazu einfällt. Jeder Gedanke ist entscheidend. Aufgeschrieben wird er neben dem Themenstichwort platziert. Nun ist diese Ecke abgeschlossen und der Teilnehmer begibt sich in die zweite Ecke. Dort passiert die gleiche Prozedur. Während er in der zweiten Ecke arbeitet begibt sich das zweite Teammitglied in die erste Ecke und list das Thema und den Begriff des ersten Teilnehmers. Der direkt darauf folgende Gedanke wird erneut auf eine Karte geschrieben und daneben platziert.

Dies passiert jetzt reihum bis jeder Teilnehmer in jeder Ecke gewesen ist oder man zum Schluss kommen möchte. Wichtig ist da vieles davon spontan passiert und immer der erste Gedanke zählt. Es sollte vermieden werden das Teilnehmer lange Zeit mit einem Thema verbringen und der Fluss zum erliegen kommt.

Wenn man möchte kann man natürlich auch mehrere Durchläufe mit dem Team machen um immer weitere neue Gedanken zu sammeln. Man wird sehr schnell feststellen das die Methode sehr bald eine ausgeprägte Eigendynamik entwickeln wird. Jeder Gedanke führt zu einem neuen, weiteren Gedanken und so werden die Ideen immer besser und weiterentwickelt. Kommentiert und bewertet wird später, ähnlich wie im Brainstorming wird in diesem Moment erst einmal gesammelt.

Die Bewegung um Raum verstärkt dabei noch die Entwicklung weiterer Ideen. Durch die räumlichen Unterschiede schaffen es die Teilnehmer noch tiefer in die Thematik einzutauchen. Ideen entwickeln Ideen und durch den Oberbegriff steht jede Idee in einem direkten Zusammenhang mit der eigentlichen Problem Beschreibung.

Zusammengefasst:

Die Vier Ecken:

  • Erster Schritt – Platz schaffen und Thema auswählen
  • Zweiter Schritt – Begriffe auf Papiertafeln schreiben und in den Ecken verteilen
  • Dritter Schritt – Erster Teilnehmer startet in der ersten Ecke
  • weitere Schritte – Erster Teilnehmer geht in die nächste Ecke und weitere Teilnehmer rücken auf.
  • Abschließender Schritt – Sammeln sie die Tafeln mit den Ideen und Gedanken ein und starten sie mit dem Review und der Bewertung der Ideen

Varianten

Abschließend möchte ich noch also Kommentar anfügen, wenn man nur drei Begriffe oder sogar 5 Begriffe zur Verfügung hat, ist die Methode natürlich trotzdem anwendbar. So werden die Wege entsprechend angepasst und man läuft im Dreieck.

Eine weitere Variante sieht vor das man, wenn alle Ecken voll sind, wieder vier Begriffe aus den Ecken auswählt und diese dann als die neuen Begriffe dienen. So können in mehreren Durchläufen immer neue Ideen entwickelt werden. Je nachdem wann man mit den Ergebnissen zufrieden ist.

Die große stärke der Methode ist ihre Dynamik und die Entwicklung und Herleitung der Ideen über die Zeit während der Anwendung der Methode. Man wird überrascht sein auf welche Ideen man kommt.

 

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