Es ist Donnerstag, mehr wie die hälfte unseres Sprints liegt bereits hinter uns. Es bleiben nur noch Donnerstag und Freitag, um eine funktionierende Lösung für unser Problem zu entwickeln. Nachdem wir jetzt drei Tage damit verbracht haben, das Problem zu analysieren, Interviews durchzuführen und Meinungen zu sammeln, Ideen für eine Lösung zu generieren, wird es nun Zeit die auserkorene Lösung anfassbar zu machen. Wir bauen einen Prototyp.

Fake it – Philosophy

Wir bauen einen Prototyp. Wir haben uns gestern damit beschäftigt die für uns plausibelste Lösung für uns zu entdecken. Diese haben wir in einer Storyline mit den wichtigsten Schritten festgehalten. Mit unserer Skizze gehen wir nun den nächsten Schritt und bauen einen Prototyp. Bevor es losgeht, möchte ich gerne noch ein paar Tipps zu einem Prototyp geben. Viele denken immer wieder das man nun einen sehr aufwändiges und umfassendes Produkt bauen muss. Tolles Design und umfangreich in der Funktion. Das ist aber so nicht richtig.

Von der Story zum realen Prototypen

  • Alles kann als Prototyp verwendet werden

    Aufwände sollen wenn möglich gering gehalten werden. Jedes Format kann als Prototyp dienen. Das kann etwas gebastelten sein, aus Bausteinen gebaut werden oder auch auf ein Blatt Papier gemalt werden. Alles ist möglich.

  • Prototypen müssen angreifbar sein

    Es ist wichtig das der Tester den Prototypen in die Hand nehmen kann. Der Look and Feel muss rüber kommen. Man muss die Funktionen sehen und anfassen können.

  • Baut nur soviel wie notwendig um die Funktionen abzubilden

    Ein Prototyp dient zum Test, genau dafür ist er da und nicht mehr. Tolle Design sind hier nicht vorgesehen und kosten nur Zeit. Wir stellen explizite Fragen und testen bestimmte Funktionen. Die muss der Prototyp haben und das muss test- und erlebbar sein.

Strategy, Mindset und ein Plan

Jetzt geht es los. Ran an die Scheren, Papier und Kleber. Wir haben eine Idee, einen Plan und ein Ziel. Legt fest welche Funktionen am wichtigsten sind und stellt sicher was dann notwendig ist um diese in den Prototypen einzubinden. Wenn der Prototyp einen ganz bestimmten Zweck verfolgt muss nun festgelegt werden wie dieser umgesetzt werden soll. Die Materialien sind völlig offen und können frei gewählt werden. Alles ist erlaubt, so lange die Erfordernisse abgedeckt werden.

Jetzt wird gebaut

Wir bauen einen Prototyp und bereiten uns auf das Testen vor. Da dies wieder einiges an Zeit einfordern wird, sollte jetzt noch so viel vorbereitet werden wie möglich. Überlegt euch wie die Tests ablaufen sollen, wer und wo sind eure Tester. Definiert eine Einführung und die Fragen die gestellt werden. Wie läuft ein Test ab. Ebenfalls solltet ihr euch schon Gedanken darüber machen wie ihr die Ergebnisse erfassen wollt. Sind Aufnahmen erforderlich? Wollt ihr einen Bogen zum Ausfüllen erstellen.

Und dann geht es los. Wir sind bereit für den Test. Morgen am Freitag startet die Testrunde und der Prototyp wird auf seine Tauglichkeit getestet. Aber dazu mehr am Freitag.

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