Man liest es immer wieder. Es gibt immer wieder neue Themen und Bereiche. Ob Wissen, Handwerk, Hobby oder auch allgemeine Interessensgebiete. Für alles gibt es jetzt ein BarCamp. Aber was verbirgt sich dahinter eigentlich?

Im Grunde ist das Konzept des BarCamps bereits gute 10 Jahre alt und stammt aus dem Silicon Valley bei dem es in seiner Urform wirklich um ein Camp ging bei dem sich die Teilnehmer zu einem Camping trafen und dort über verschiedene Themen gesprochen haben. Das „Bar“ stammt aus der Programmierwelt bei dem es sich um einen klassischen Platzhalter handelt der durch unterschiedliche Themen ersetzt werden kann.

Die Unkonferenz

Ein BarCamp ist eine offene oder auch eine Unkonferenz. Das bedeutet, es widerspricht der klassischen geplanten und organisierten Konferenz und bietet ein offenes Format. Von Ort zu Ort oder auch mit verschiedenen Anwendungen unterscheiden sich die Formate dann ein wenig. In den Grundzügen sind jedoch immer gleich.

Man bedient sich meistens der Open-Space Methode. Das bedeutet das alle Teilnehmern sich zu beginn in einem großen Plenum zusammen setzen und sich anschließend unterschiedliche Bereiche für ihre Arbeit zurückzeiehen. Aus den Reihen der Teilnehmer werden dann die möglichen Themen benannt und aufgezeigt. Auf einer großen Tafel sammelt man Themenvorschläge und Fragestellungen. Man ordnet diesen einen Ort und Zeit zu. Teilnehmer können dann selbst entscheiden an welchen Sessions sie Teilnehmen wollen. Dabei ist Zusammenarbeit ausdrücklich erwünscht. In den Sessions werden dann die Themen und Fragen besprochen.

Für alles gibt es ein BarCamp

Es gibt viele BarCamps die ein offenes Format haben. Themen werden nicht vorgegeben und vor Ort entwickelt. Für viele Nutzergruppen und Unternehmen welche ebenfalls BarCamps im Unternehmen oder öffentlich anbieten wollen, ist dies allerdings zu weiterläufig. So wird meistens ein Oberthema vorgegeben unter dem die Sessions erarbeitet werden.

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Wie läuft so etwas ab?

Es beginnt im Planum mit einem kurzen Willkommen und der Begrüßung der Teilnehmern. Anschließend startet die Vorstellung der Sessions. Dazu notieren die Teilnehmer (Sprecher) ihre Session Vorschläge auf einer entsprechenden Vorlage. Diese wird der Allgemeinheit vorgestellt und auf der Tafel zur Session Planung angebracht. Die Teilnehmer bekunden dabei direkt ihr Interesse an der Session. So ergibt sich der notwenige Raum für die Gruppe. Der Session Leiter darf also den Ort und die Zeit selbst bestimmen. Nach und nach füllt sich das Raster der Räume und Zeitfenster mit einer Vielzahl von Sessions. Sollte kein Bedarf für ein Thema vorhanden sein, was natürlich vorkommen kann wird die Session verworfen, was ein ganz gewöhnlicher Vorgang im BarCamp ist.

Mit dem Beginn der ersten session verteilen sich die Teilnehmer in die Unterschiedlichen Räume. Eine wichtige Regel dabei ist, das es durchaus normal ist zwischendurch auch die Räume zu wechseln. Trifft eine Session nicht die eigenen Erwartungen, kann man durchaus mittendrin den Raum wechseln und einer anderen beiwohnen. Typischerweise gehen die Sessions immer 50 bis 60 Minuten und werden dann mit einem Gong beendet.

So läuft man den Tag durch die verschiedensten Sessions. Das können Vorträge und Präsentationen sein. Aber auch Diskussionen und Fragen können hineingetragen werden. Alles worüber man mal sprechen möchte. Man hängt in einem Projekt fest, mach eine Session draus und hole dir Ideen und Energie von deinen Teilnehmern. Viele Unterschiedliche Szenarios sind möglich.

Effektiv und Kreativ

Insgesamt ein tolles Konzept welches den Teilnehmern immer wieder Spaß macht und man erstaunt ist wie toll die Ergebnisse ausfallen. Das ist auch der Grund warum mehr und mehr solcher Camps gegründet werden. Unternehmen machen bereits ihre internen eigenen Camps und nutzen das Format um Kollaboration und Wissensvermittlung im Unternehmen zu fördern. Ein tolles Konzept was uns sicher noch lange begleiten wird. Ich empfehle jedem es auch mal auszuprobieren.

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